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Mit typgeprüfter Notstarteinrichtung zu höherer Wirtschaftlichkeit
Den Stillstandzeiten ein Schnippchen schlagen
München. Reisezugwagen werden von der Lok per Zugsammelschiene mit Energie versorgt. In den Fahrzeugen wandeln statische Umrichter diese Spannung im kV Bereich in die gewünschten Verbraucherspannungen um. Die dafür benötigte Steuerspannung kommt aus einer Fahrzeugbatterie im Wagen, die auch andere Verbraucher speist. Dadurch wird diese während Stillstandzeiten oft stark beansprucht – bis hin zur Tiefentladung. Die Folge ist, dass bei Wiederinbetriebnahme der Wandler seine Arbeit nicht aufnehmen kann.
Zunächst entstehen durch die Tiefentladung direkte Kosten; denn sie verursacht eine erhebliche Verkürzung der Batterie-Lebensdauer. Darüber hinaus verschlechtern sich Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems; gemäß einer Untersuchung entsteht dafür ein Aufwand von durchschnittlich 900 Euro je Wagen und Jahr! Dabei sind die Fehlzeiten und der Imageverlust, durch hieraus bedingte Verspätungen, in der Modellrechung noch gar nicht enthalten.
Für Abhilfe sorgen spezielle Anlaufschaltungen. Bisher eingesetzte –bestehend aus Hochspannungstransformator und Gleichrichter oder zusätzlichen Hilfsbatterien – sind jeweils mit systembedingten Nachteilen behaftet. Ganz anders bei der jetzt von der Schaltbau GmbH in München neu vorgestellten Notstarteinrichtung mit statischem Wandler. Sie kann in allen Netzen und bei Netzwechsel, unabhängig von der jeweiligen Spannung und Frequenz, eingesetzt werden. Nach erfolgreicher Typprüfung liegen jetzt die ersten Betriebserfahrungen vor. Sie bestätigen die positiven Vorgaben des Pflichtenheftes und zeichnen sich durch eine sehr hohe Verfügbarkeit aus.
Zur Verfügung stehen zwei Ausführungen mit jeweils 350 W: ZH 1801 und ZH 1804. Beiden gemeinsam sind DC Ausgänge mit 24 V / 15 A und 120 V / 3 A. Bei Abmessungen von 500 x 338 x 65 mm ist Typ ZH 1801 für Eingangsspannungen von 1 oder 1,5 kV AC oder DC ausgelegt, Typ 1804 (350 x 338 x 115 mm) für 1 kV und 1,5 kV AC und 1,5 und 3 kV DC (jeweils gemäß UIC 550).
Trotz zunächst höherer Beschaffungskosten, im Vergleich zu bisherigen Anlaufschaltungen, errechnen sich mit diesen modernen Systemen kommerzielle Vorteile im Betrieb, besonders für Mehrsystemwagen.
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